Anthony Noll's Blog Nummer Elf

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Hier geht es um alles,
was die Abenteuer des kleinen Zauberers betrifft.
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Ergänzung Zwischenbericht

Neuigkeiten/AllerleiPosted by Francis Linz Thu, August 25, 2016 15:19:01

Ich muss da wohl meinen Post von gestern ergänzen. Liegt das Problem ja wie immer in den Worten und was ein jeder mit ihnen verbindet. Denn der Verlust der Hoffnung ist ja nicht immer nur negativ. Im Gegenteil, denn erst dann ist man vielleicht frei für Neues. Oder um es so zu sagen: Der unglücklich Verliebte in seinem Kämmerlein, der die sinnlose Hoffnung nicht fahren lässt, hat kein Auge für all die anderen hübschen Mädchen.

Wichtiger ist für mich darum, dass ich mit mir im Reinen bin. Was ich bin. Vor allem nach der Beendigung des fünften Bandes. Die Figuren haben sich nämlich wirklich entwickelt. (Wie immer, ohne dass ich sagen könnte, wie es passiert ist.) Denn als ich ihn noch einmal korrigiert hatte, da wusste ich endgültig, es ist richtig, was ich mache, und vor allem, es ist gut. Seitdem bringt mich nichts aus der Ruhe. Hat doch die ganze Reihe, jeder Band für sich, das Potenzial sich zumindest unter die Top Hundert zu platzieren. (Top Ten ;-) )Was aber will ich mehr? Dass dem noch nicht so ist, vielleicht auch nie zu meinen Lebzeiten, nun gut, so ist es halt. Soll ich deswegen aber aufgeben und aufhören zu schreiben? --- Nein.

Was mich seltsamerweise wieder einmal mehr auf Harry Potter bringt. Musste ich doch schon oft hören, weil dieser ja auch erst einmal von fünf Verlegen abgelehnt wurde, dass diese sich nun deswegen gehörig in den Hintern beißen werden. Und man Frau Rowling ob dieser ungerechtfertigten Schmach eigentlich bemitleiden müsse. Was aber natürlich völlig unsinnig ist. Denn vielmehr kann ja gerade sie froh sein, dass es genau so gelaufen ist, wie es eben gelaufen ist. Denn womöglich hätte sie schon der zweite Verlag in sein Programm aufgenommen, sie aber wäre nie über eine Auflage von 5000 Stück hinausgekommen und nur eine bescheidene Schar von Eingeweihten könnten sich über das Glück freuen, sie und ihren Helden zu kennen.

Natürlich werden jetzt die Größten Harry Potter Fans laut aufschreien und mich allein dieser Gedanken wegen als einen Ketzer und Frevler bezeichnen, als einen neidigen Kleingeist, aber das lasse ich mich über mich ergehen, kenne ich doch, wenn schon nicht Bücher, dann zumindest so viele Lieder, die es meiner Meinung nach verdient hätten an Nummer Eins zu stehen, es aber nicht tun. Im Leben braucht man nun einmal auch jede Menge Glück.

Wobei ich aber deswegen nicht hadere. Denn was zum einen als ein Unglück erscheint und vielleicht auch als ein unfair agierendes Schicksal, ist vielleicht doch eben auch ein großes Glück. So zumindest sehe ich es. Habe ich doch fünf Bände einfach so vor mich hinschreiben dürfen. Fünf Bände, mit denen ich noch dazu, wie schon beschrieben, rundum glücklich bin. Wer weiß, ob das der Fall wäre, wenn irgendein Verlag schon nach dem ersten Band, das gewaltige Potenzial entdeckt hätte, das darin steckt. (Zeitlos, auch in hundert Jahren noch zu lesen, die Geschlechter übergreifend, die Kulturen, etc.) Vielleicht hätte man mich genötigt, den zweiten Band genau so anzulegen. (Was heißt hier vielleicht. Ganz gewiss! Der Verlag muss leben und was erfolgreich war wird darum endlos wiederholt. Man sehe sich eben die Top einhundert an.) Jetzt aber, selbst wenn ein Verlag an mich herantreten sollte, kann mir keiner mehr Vorschriften machen. Das aber ist ein gutes Gefühl.

Das Einziges, was somit wirklich nervt, das ist die Sache mit dem ins Englische übersetzen. Die hätte ich mir nämlich wirklich gerne eingespart. So viel Arbeit! Denn wer meinen Umgang mit dem Deutschen kennt, der weiß, dass es für mich nicht getan ist, da etwas hinzustellen, was man halbwegs lesen kann. Nein, auch das muss gut werden. Da habe ich so meine Prinzipien. Das aber bedarf viel Zeit. Und somit kann ich mich auch nicht mit der Energie an den sechsten Band machen, der eigentlich schon geradezu unter meinen Fingerkuppen brennt, hat mir Anthony doch schon so viel darüber berichtet. Und der natürlich auch darum brennt, weil ja noch so viel zwischen den Sternen steht, was mir Anthony eben noch nicht berichtet hat. Und ich darum selbst ganz aufgeregt bin, wie es nun genau weitergeht.

Grüße auch von ihm und den anderen.