Anthony Noll's Blog Nummer Elf

Anthony Noll's Blog Nummer Elf

Über den Blog

Hier geht es um alles,
was die Abenteuer des kleinen Zauberers betrifft.
Im Hier und natürlich vor allem: im Drüben!
Eine Seite für seine Freunde und die, die es vielleicht irgendwann werden.

www.Anthony-Noll.de
Anthony's Facebook Seite

Seite des Autors: http://www.francislinz.com/


Der erste Post

2015Posted by Francis Linz Fri, March 13, 2015 15:19:30

Frisch gekämmt, die Zähne geputzt, ich bin bereit. Doch was schreibt man im ersten Post? Alles, nur damit nichts vergessen wird? Klingt gut. Noch dazu kann ja alles gesagt werden. Der Blog ist keine Woche alt, wer wird hier schon vorbeischauen? Doch das ist natürlich Unsinn. Denn auch wenn der Pfad den meisten unbekannt ist, so ist er dennoch für jeden auf dieser Welt gangbar. Und so fange ich besser mit einem der elementarsten Dinge an: Warum beginne ich diesen Blog erst heute? Nach bereits vier Bänden. Jeder vernünftige Autor macht das nach dem ersten. Unvernünftige sogar davor. Und die Antwort ist einfach: Weil ich bis vor Kurzem noch der Meinung war, dass die Geschichte von Anthony so gut ist, dass sie sich irgendwann schon durchsetzen wird. Da muss ich nicht groß in Erscheinung treten. (Denn das in Erscheinung treten, es liegt mir nicht. Schon in der Schule waren mir die Referate ein Graus. Und so hielt ich demgemäß nur eins. Das dafür drei Mal. Denn Galileo Galilei, der zählt für alles. Geschichte, Religion und Physik. Zu meinen Zeiten war das noch möglich. Frontalunterricht. Oder besser gesagt: Unterricht an der Front. Nein, Schüler und Lehrer, die sind keine Freunde.)

Doch der Autor in seinem Elfenbeinturm, das ist ein Kindertraum. Selbst dann, wenn er keine großen Ansprüche hegt.

Wenngleich ich nichts Verwerfliches daran findet, wenn ich von dieser Arbeit leben könnte. Auch gut leben könnte. Darf es etwas mehr sein, der Herr? Aber bitte gerne doch. Von langer Armut geprägt würde mir das Geldausgeben dann auch nicht schwerfallen. Natürlich nur bis zu einem gewissen Punkt. Zu viel Reichtum empfinde ich als unanständig. Zumal es ja in diesem Fall nicht hart erarbeitet ist. Womit ich meine, ein Architekt hat mathematische Formeln im Kopf jongliert, Tabellen addiert und dann erst das Haus gebaut. Ein Bäcker den Teig geknetete und den Ofen gefüllt. Ich hingegen schließe nur die Augen und lasse den Film laufen, den Anthony mir zeigt. Da gehört nicht viel dazu. Das Niederschreiben, okay, das halbwegs anständig hinzukriegen, das musste ich mir hart erarbeiten. Und natürlich war mein erstes Buch ein gruseliges Machwerk. (Es gibt noch ein Exemplar, über dessen Aufenthaltsort ich nichts weiß. Muss es unbedingt finden und aufkaufen. Nicht dass die Welt es liest und mich laut auslacht ;-) Aber inzwischen kriege ich es ja halbwegs hin. Nicht so gut wie ein Charles Bukowski, dass es ein jeder Idiot versteht, aber so gut, dass ich mir diese Schwäche selbst verzeihen kann.

Und ein paar Leser gibt es ja, die damit Leben können. Denn wie gesagt: Die Geschichte von Anthony ist so gut, dass nicht einmal ich sie in den Sand setzen kann. Allerdings muss ich auch etwas dafür tun, dass es dann doch ein paar mehr werden, bevor sie dann endgültig fertig ist. (Und der Herr mir vielleicht schon befielt: Auf Junge, mach die bereit für den langen Schlaf!) Werbeaktionen halte ich dabei aber für relativ sinnlos. Anthony ist kein Buch für die Nummer Eins der Bestsellerliste. Ich denke, er wird immer ein Geheimtipp bleiben. Und die ehrlichste Form weitere Freunde zu finden, ist darum wohl dieser Blog.

So, dass war mein erster Post. Habe ihn gerade noch einmal durchgelesen. Manchmal etwas ruckelig. Aber auch das verzeihe ich mir heute ausnahmsweise. Nur Narren wollen perfekt sein.