Anthony Noll's Blog Nummer Elf

Anthony Noll's Blog Nummer Elf

Über den Blog

Hier geht es um alles,
was die Abenteuer des kleinen Zauberers betrifft.
Im Hier und natürlich vor allem: im Drüben!
Eine Seite für seine Freunde und die, die es vielleicht irgendwann werden.

www.Anthony-Noll.de
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Seite des Autors: http://www.francislinz.com/


Fleißig

Neuigkeiten/AllerleiPosted by Francis Linz Sat, August 26, 2017 10:07:41

So, die ersten hundert Seiten von „Anthony Noll und das große Abenteuer“ sind im Sack. Fleißig. Aber wie gesagt, ich kann nicht versprechen, dass es in dem Tempo weitergeht. Momentan ist es halt nur so, dass ich mit dem Schreiben nicht hinterherkomme. Es ist so viel, dass ich auch nicht beantworten kann, wie lang dieses erste Buch wird, nur, dass der gesamte Band eben in mehrere Bücher aufteilt werden muss. 2,3 oder auch 4. Letzteres aber eher unwahrscheinlich. Wenn möglich würde ich es nämlich gern bei 2 Büchern belassen. Wenn das drucktechnisch Sinn macht.

Allerdings muss ich gleich dazu sagen, dass ich dieses Buch, wenn es fertig ist, egal wie dick, ob 300, 400 oder sogar 600 Seiten, dann aber nicht sofort veröffentlichen werde. Zum einen, muss ich ja abgleichen, wenn denn der gesamte Band fertig ist, ob alles an der Stelle sitzt, an die es auch gehört, und zum anderen, und das noch viel mehr, endet dieses Buch ja mit solch einem gemeinen Cliffhanger, dass ich das gar nicht verantworten könnte, die Leser länger als einen Monat auf die Fortsetzung warten zu lassen. (Wobei Cliffhanger gar nicht einmal das richtige Wort ist, es endet halt nur viel trauriger als schon der letzte Band.)

Zudem weiß man ja nie was passiert. Dass hier ist ja kein großes Verlagshaus, wo im Notfall dann eben jemand anderes die Geschichte zu einem Ende bringt. Und Anthony so enden zu lassen, das geht nicht. Was jetzt aber nicht tragisch klingen soll, denn vielleicht gewinnt ja Franus in der Zwischenzeit tatsächlich den Nobelpreis für Literatur und überredet mich mit den Worten: „Komm Francis, mach mal Pause. Lass uns die Knete zusammen auf den Kopf hauen.“ Und Urlaub, liebe Leut, das könnt ihr mir glauben, den hätte ich wirklich mal verdient. Meinetwegen auch ein ganzes Jahr.

Grüße auch von den anderen, Francis

p.s.: Ein kleiner Schnipsel für die Neugierigen:

Der Doktor aber fuhr fort, war es ja nur eine rein rhetorische Frage gewesen ( Ihn interessierte kein Name, kein Schicksal, sondern nur, dass immer genug Tangs in der Kasse der Klinik waren): „Und wie sie es geschafft haben, das von einem wild gewordenen Schwert in tausend Einzelteile zerhackte Gehirn wieder zu einer Einheit zu fügen, wirklich beachtlich. Natürlich hat sie mit dem Sprechen noch immer so ihre Probleme, und es wurde auch ihrem Besitzer dringend abgeraten, ihr den Einsatz ihres goldenen Fingers vorschnell wieder zu erlauben, nicht vor einem Monat, aber nichtsdestotrotz, ich weiß nicht, ob einige der hier anwesenden Koryphäen dazu in der Lage gewesen wäre.“ Und dabei betonte der Doktor das Wort Koryphäen in solch einem Maße, dass allen Anwesenden klar war, dass sie dieses im Geiste auch gern durch das Wort Vollidioten austauschen durften.

Die Eifersucht in den Blicken wuchs dementsprechend. Anthony aber wehrte weiter ab: „Das hätte ich nie geschafft, wenn ich nicht von Ihnen den Tipp mit der Katzenspucke erhalten hätte.“

Was nun allerdings den Oberarzt scheinbar ein wenig aus dem Konzept zu bringen schien. Seine Allwissenheit schien für einen Moment zu weichen und leicht fragend legte er sogar seinen Kopf auf die Seite. Immer weiter, bis er fast auf der Schulter zum Liegen gekommen wäre. „Ich habe Ihnen einen Tipp gegeben?“ Er schien erstaunt.

„Aber sicher doch!“, behauptete allerdings Anthony eisern, mit einem Blick im Auge, der nichts als die Wahrheit versprach und nur die Wahrheit, obwohl es natürlich völlig erstunken und erlogen war. Doch das war die einzige Möglichkeit halbwegs heil aus der Sache rauszukommen.

Dann fuhr er fort, denn im Lügen war er zwar kein Meister, so wie vielleicht ein Ozmolot, aber auch nicht völlig unbegabt (wenn es nicht um seine wahren Freunde ging, denn diese auch nur anzuschwindeln, das fiel Anthony schon immer schwer): „Sie erinnern sich sicher nicht mehr. Es war vor zwei Wochen bei der kurz zuvor anberaumten Visite von Mismalda Siebzehn. Das Zimmer war so voll wie heute und alle bedrängten Sie mit tausend Fragen. Sie haben es mir quasi zwischen zwei völlig anderen Themen kurz zugeworfen. Natürlich brauchte ich ein bisschen Zeit danach, um genug von dem Zeug aufzutreiben.“

Langsam ging der Kopf des Doktors nun wieder zurück in seine Ausgangslage. „Na, wenn ich das gesagt habe, dann relativiert das die Sache natürlich“, sprach er etwas gedehnt.

Wobei allerdings der Blick, den er Anthony dabei für den Bruchteil einer Sekunde zuwarf, und nur ihm, aber ganz eindeutig verriet, dass er genau wusste, dass er eben das nie gesagt hatte. Er war zwar nicht das, was Anthony vielleicht als einen wirklich begabten Heiler bezeichnet hätte, denn um den Posten zu erlangen, auf dem er nun schon einige Jahre so bequem saß, waren ganz andere Qualitäten gefragt (gnadenlose Egozentrik, rabiates Durchsetzungsvermögen und ein geradezu manischer Drang zur Intrige), aber er war alles andere als ein Vollidiot.

Was er schon dadurch bewies, dass er dann einfach fortfuhr: „Na, wenn sie schon damals so gut aufgepasst haben, dann doch sicher auch, als wir alle bereits letzte Woche hier versammelt standen. Denn was habe ich Ihnen da im Gehen noch zugeworfen?“

Sodass es jetzt an Anthony war, ein wenig erstaunt zu sein. „Mir zugeworfen?“, fragte …