Anthony Noll's Blog Nummer Elf

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Hier geht es um alles,
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Rohfassung steht

Neuigkeiten/AllerleiPosted by Francis Linz Thu, September 21, 2017 16:09:24

Puh, soeben die Rohfassung von Buch 1 „Wenn große Roboter weinen“ beendet. Und ich habe am Ende wirklich Rotz und Wasser geheult. (Wirklich sehr traurig, alles.)

Vielleicht aber auch, weil ich jetzt erst einmal leer bin. Denn das Schlimme bei mir ist ja das, dass ich, wenn es darum geht, etwas zu beenden, und ich endlich die Zielmarke sehe, immer schneller zu laufen beginne. Solange, bis ich dann völlig erschöpft bin. Was ich jetzt erst einmal bin. Obwohl das zweite Buch auch schon bereits halbfertig in meinem Kopf liegt. Und die letzten gut 100 Seiten des letzten Buches eigentlich schon, als ich den ersten Band noch nicht einmal beendet hatte.

Im Grunde muss ich jetzt eigentlich alles nur noch niederschreiben. Was aber, selbst wenn man sich sieben Seiten am Tag als Maßstab setzt, was eine wirklich stolze Marke ist, ist ja Anthony nicht unbedingt das, was man als Groschenroman versteht (was den Leuten heute aber, mit einem geschickten Marketing und einemhübschen Cover als Literatur vorgesetzt wird), trotzdem fast 100 Tage ununterbrochener Arbeit bedeutet. Allein für die Rohfassungen der zwei Bücher. Was sich dann noch anschließt, das ist ja mindestens das Doppelte.

Und wenn ich ununterbrochen schreibe, dann meine ich auch ununterbrochen. Sieben Seiten sind übrigens rund 2000 Wörter. Das erste Buch hat jetzt 91.000 und wird nach der Korrektur so um die 5000 mehr haben. Reine Schätzung, basierend auf Erfahrung. Vielleicht auch nur 1000 mehr. Weniger eher unwahrscheinlich, weil ja oft wichtige Informationen im Eifer des Gefechts vergessen wurden. Und einen Satz, der noch einmal etwa das Gleiche sagt wie sein Vorgänger, zu streichen, das kostet ja nur 10 bis zwanzig Wörter. Und Wortdoppler sind auch nicht meine wirkliche Schwäche.

Ich vergleiche das Schreiben immer gern mit Malerarbeiten. Habe ich ja in meiner Schulzeit in den Ferien damals damit Geld verdient. Richtig gute Knete, von der ich als Literat nur träumen kann;-) Ein Zimmer ist nämlich schnell gestrichen, die Wände, die Decken, all das was flächig ist. Aber das doppelte an Zeit brauch man dann für die Ecken, das unzugängliche Terrain hinter den Heizkörpern etc.

Aber ich will nicht meckern, wäre ich ja froh, wenn ich erst einmal alle drei Rohfassungen in den Händen halten könnte. Weil beim Verbessern muss ja keine Zielmarke eingehalten werden. Das läuft so wie es eben läuft. Manchmal flutschen zwanzig Seiten einfach so, hier ein Komma, da ein den zu einem denn gemacht, und schon hat es sich. Manchmal aber drängen sich Fragen auf, wie: Wie kommt der den plötzlich dahin? Dann muss man eben schreiben: Er stand auf und ging zum Fenster.

Also, zum Notieren. (Auch wenn ich keine Daten nenne. Wie sinnlos das bei einem wie mir ist, das wissen ja inzwischen alle.) Ich werde den sechsten Band „Anthony Noll und das große Abenteuer“ wahrscheinlich noch 2018 rausbringen und die englische Übersetzung erst einmal verschieben. Doch wann genau, keine Ahnung. (Unwahrscheinlich 2019 oder 2020, aber nicht völlig ausgeschlossen. Man weiß nie, wie es kommt.) Nichtsdestotrotz kann ich aber versprechen, dass es das Meisterstück wird, das mir immer vorgeschwebt ist. Das erste Buch ist viel besser, als ich es auch nur zu hoffen gewagt habe. Schade, dass es so wenige lesen werden.

Grüße auch von den anderen