Anthony Noll's Blog Nummer Elf

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Hier geht es um alles,
was die Abenteuer des kleinen Zauberers betrifft.
Im Hier und natürlich vor allem: im Drüben!
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Bin zufrieden

Allerlei und Neuigkeiten 2019Posted by Francis Linz Mon, March 04, 2019 16:24:20

Nach langer Zeit. Eigentlich war ja der Plan, dass ich für Franus auch einmal ein Buch einspreche, immerhin ist er in Vorleistung getreten ;-) Dann die Übersetzung ins Englische, falls sich doch nicht vorher ein Wunder ergibt durch den großen Unbekannten.

Nun, dieses ist nicht eingetreten. Ich habe auch nichts gehört von ihm, hoffe aber, dass er wohlauf ist. Und natürlich zugleich, dass Anthony noch immer auf seinem Nachkästchen liegt, oder wie es in der Blogersprache heißt, auf dem Sub = Stapel ungelesener Bücher.

(Seltsam dieses Wort Stapel, ich will es immer mit zwei p schreiben. Wahrscheinlich, weil der Begriff beinhaltet, dass es immer mehr als eines sein muss, denn sonst kann man es ja nicht stapeln. Aber nichts Genaues weiß man nicht, die Pfade meines Unterbewusstseins sind sumpfig und führen in neblige Tiefen. )

Allerdings gibt es trotzdem ein Anrecht auf Hoffnung. Denn diese ständige Verschieben der Übersetzung fußte ja darauf, dass ich der Meinung war, dass mein Englisch nicht ausreichend ist, diese in Angriff zu nehmen. Diese aber habe ich revidiert. Nicht dass ich tatsächlich schon in der Lage bin, aber ich habe mich so weit angenähert, dass ich die erste grobe Übersetzung in Angriff nehmen kann.

(Die ja eigentlich schon die zweite ist, habe ich doch vor 3 Jahren schon mal die ersten drei Kapitel durch den Google Translator gejagt und sie dann hier beim Blog zum Lesen bereitgestellt. Wohl wissend dass sie grotten-grotten-grottenschlecht waren, aber darauf spekulierend, dass jemand vielleicht Mitleid hat und das Ganze übernimmt. (Nein, so schlimm bin ich nicht, aber Hilfe hätte ich gerne angenommen. Aber wie immer muss ich alles allein machen.))

Obwohl, nein, auch das stimmt nicht. Denn inzwischen ist dieser Translator inzwischen so gut, dass er nur noch grotten-grottenschlecht ist. (Mir tun all die Übersetzer leid, die bald ihren Job verlieren werden. Spätestens in 20 Jahren ist es soweit. Da hilft es nicht Sand in den Kopf zu stecken. Wenngleich wirkliche Literatur wohl kaum jemals von einer Maschine übersetzt werden kann. Aber wenn ich mir die Romane von Rex Stout anschaue, die für mich wirklich gute Literatur sind, und mir deren Übersetzungen anschaue, aus den 60er, 70er Jahren, dann kann eine Maschine das auch nicht schlechter machen. Wirklich schlimm, wie die verhunzt wurden. (Und trotzdem ein großes Publikum fanden.) Oder auch von Agatha Christie. Harry Potter hingegen ist gut, wenn auch das Original nicht erreicht werden kann. Und die Hörbücher von Fry und Doyle sind wirklich ein Genuss. Da kann Franus viel von lernen. Aber auch ich, denn das mit dem Einsprechen von Franus‘ Buch ‚Mein Vater, der Präsident‘ ist ja versprochen.)

Manchmal sogar schafft es der Translator, Sätze so zu übersetzen, dass ich eigentlich nichts mehr machen muss. Nicht oft, aber immerhin, denn das spart Zeit. Zudem, und auch das muss ich zugeben, bietet er die ein oder andere Lösungen an, auf die ich selbst nicht gekommen wäre und die besser ist als das, was mir bisher vorschwebte. Denn auch wenn ein blinder Fleck ein blind spot ist, so kann man das nicht eins zu eins auf den blauen übertragen ;-) Womit ich nur sagen möchte, dass das Erlernen einer Sprache doch weit mehr ist, als das Erlernen ihrer Bausteine, Vokabeln, Grammatik, etc. Allerdings gewährt einem das Englische viel mehr Freiraum. Was aber nicht heißt, dass es leichter ist. Denn auch ohne der, die das, ist es mindestens genauso hart, hierin ein Meister zu sein. Und erst wenn ich ein Meister bin, dann wird veröffentlicht.

Wobei aber (schönes Beispiel, gibt es doch für unser Wobei keine angemessene Übersetzung und man muss sich mächtig anstrengen, dieses herrliche Wort, nach seinem Verschwinden, mit allerlei verbalen Krücken zu stabilisieren. Was ein krummes Bild ist, aber nur so die wirkliche Schwierigkeit ersichtlich wird.) ich 70% für vollkommend ausreichend halte. Wenn man davon ausgeht, dass man sich mit 30% schon verständlich ausdrücken kann. Die Bild Zeitung oder auch die Sun sind der schlagende Beweis. 100% zu erreichen ist so oder so illusorisch, potenziert sich das Ganze ja gegen Ende. (Das Deutsche hat, wie ich neulich in Na sowas erfahren habe, allein über 4 Milliarden irgendwas. (Das irgendwas steht hier tatschlich für irgendwas, da ich abgelenkt war und das Geschehen auf der Mattscheibe nicht korrekt verfolgen konnte. Aber selbst wenn es nur die Möglichkeiten sind, zu sagen : Nein danke, Tante Martha, ich möchte kein Kompott mehr, dann ist das doch allerhand.)

Kurzum, ich bin momentan an der Übersetzung und sehr zufrieden mit mir. Es klingt ab und zu fast schon perfekt. (Ihr wisst schon, was ich meine. Es hat eine eigene Melodie. Eine, die für ein Kunstwerk essentiell ist. Und das wird es werden. Ein Kunstwerk. Drunter mache ich es nicht mehr ;-) ) Wie lange ich brauchen werde, wie immer keine Angabe, aber vielleicht bin ich früher fertig. HAHA! Dann lasse ich es ruhen. Das tut gut. (Das merke ich auch beim letzten Band, der ja schon geschrieben ist und eigentlich nur noch auf die Endabnahme wartet. Mir fallen nämlich immer noch Dinge ein, die fehlen und die wirklich wichtig sind für das Verständnis des gesamten Zyklus.) Dann wird erst einmal tatsächlich Franus Buch eingesprochen.

Aber keine Panik, was wann passiert, ich gebe Bescheid. Wie immer auch Grüße von Anthony und den anderen. (Wenn ich sie nicht so lieben würde, ich würde all die Mühe nicht auf mich nehmen.)

p.s.: Aber auch so muss man aufpassen wie ein Luchs, denn nicht immer wenn die Übersetzung richtig ist, dann passt sie auch vom Sinn. (Obwohl nein, auch das ist nicht richtig. Das eine ja, aber nicht das mit dem Luchs. Denn das ins Ohr gebrummelt, würde ja auch ein jeder sich im tiefsten Winterschlaf befindlicher Bär aufgeschreckt aus seiner Höhle purzeln.) Sagt doch Anthony einmal: „Sie haben mich ganz schön hart rangenommen“ (You rember, when somebodys else’s fingernails were drilling in his forehead) im fünften Kapitel, und der Google-Translator hat mir dafür doch tatsächlich angeboten : „They damn fucked me hard.“ Nun, da ich davon ausgehe, dass damit meine Karriere als Autor im englischsprachigen Raum schnell vorbei wäre, besonders als Kinderbuchautor, wofür man mich ja fälschlicherweise hält, habe ich mich vorerst dann doch für das vielleicht etwas passendere: „They put me damn hard through the wrigler“, entschieden.

p.p.s.: Nein lieber Translator, das deutsche Wobei ist nicht mit dem englischen whereby gleichzusetzen. Und wenn du es mir noch so oft anbietest.