Anthony Noll's Blog Nummer Elf

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Über den Blog

Hier geht es um alles,
was die Abenteuer des kleinen Zauberers betrifft.
Im Hier und natürlich vor allem: im Drüben!
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Das große Abenteuer hat begonnen!

Neuigkeiten/AllerleiPosted by Francis Linz Wed, November 16, 2016 17:52:50

So, endlich mache ich das wieder, was ich am liebsten mache. Ich sitze da und schreibe das, was mir Anthony auf meiner Schulter sitzend ins Ohr flüstert. Und somit kann ich sagen: Das große Abenteuer hat somit endlich auch für mich begonnen!

Das zu wissen, fühlt sich gut an. Wenngleich ich mich natürlich um all die anderen Dinge auch noch kümmern muss. Nicht nur um das Essen und das Zähne putzen, und darum, ausreichend zu schlafen, sondern: Wie mache ich es, damit Anthony endlich zu dem Erfolg wird, den er verdient hat. Was, wie die, die mich inzwischen kennen, weniger mit meiner Eitelkeit zu tun hat (wenngleich diese allen Schriftstellern irgendwo zu eigen ist), sondern mehr damit, weil es diese Geschichte verdient hat. Es ist nämlich eine nette Geschichte für nette Menschen. Und ich bin immer noch der Überzeugung, dass diese mehr sind als die anderen. Auch wenn das Weltgeschehen anderes glauben machen möchte. Das aber wird nur von wenigen gemacht. Nichtsdestotrotz müssen wir aufpassen, nicht dass wir vergessen im richtig Moment aufzustehen und zu sagen: „Jetzt ist aber genug!“

Da sich dieser Erfolg nicht so recht auf dem deutschen Markt einstellen will, wird natürlich auch noch die Sache mit dem englischsprachigem Raum weiterverfolgt. Was aber viel länger dauert, als ich in meiner Naivität so fröhlich in die Welt hinausgerufen habe. Denn sich mit jemanden zu unterhalten, in einer Kneipe, am Bahnhof, oder sogar einen wissenschaftlichen Bericht über Atomfusion lesen zu können und dabei nur einmal das Wörterbuch zur Hilfe zu nehmen, ist noch lange nicht gelichbedeutend damit, ein Buch zu übersetzen. Es sind nämlich nicht die Wörter die fehlen oder ein Hängen der Grammatik, sondern etwas anderes, was ich noch nicht gefunden habe. Es ist dieser Duktus, den ein Buch braucht. Dieser Fluss, der einem manchmal glauben lässt, das ganze Buch wäre nur Gesang.

Im Deutschen habe ich das. Denn auch wenn manchen dieser Gesang nicht zusagt, so kann doch keiner sagen, dass Anthony nicht diesen speziellen Klang hat, den eben nur er hat. Das im Englischen zu finden, das aber wird die größte Aufgabe. (Leider bin ich diesbezüglich Perfektionist.) Somit laufen beide Projekte parallel und können in ihrem Ende nicht benannt werden.

Das große Abenteuer wird sich somit etwas langsamer entwickeln wird, als dass man das so von mir gewohnt ist. (Also nicht nur wegen der Fülle des Stoffes, der noch unterzubringen ist.) Ich bitte das zu entschuldigen. Als Versöhnungsangebot werde ich dafür im Anhang die erste Seite des neuen Abenteuers beilegen. Den Beginn des ersten Kapitels, das aber natürlich im weiteren Prozess noch so einige Ergänzungen, Umstellungen oder andere Veränderungen erfahren wird. Vielleicht wird es dann sogar irgendwann das vierte Kapitel werden. So geschehen beim vierten Band, wenn ich mich jetzt recht entsinne. Kurzum, alles völlig egal, ich bin nur froh, dass es endlich wieder weitergeht!

Grüße auch von Anthony und den anderen, Francis


Das große Abenteuer

Buch I

1. Erste Pläne

Anthony sah zum Fenster des Busses heraus und betrachtete die vorbeihuschenden Roboter und Gebäude.

Oder besser gesagt, ein außenstehender Betrachter hätte das jetzt so vermutet. Lehnte ja zum einen der Kopf des kleinen Zauberer am Fenster (der so eigentlich gar nicht mehr so genannt werden darf, da er inzwischen schon wahrhaft Großes vollbracht hatte, und das gleich mehrfach), und waren zum anderen seine Augen weit geöffnet. Es war fast schon ein Stieren, das in ihnen lag. So, als ob sie das Außen tatsächlich auf Neuigkeiten hin überprüfen würden.

Was aber gewaltig täuschte. Denn auch wenn diese Augen sahen, so sahen sie doch auch nicht. Allerdings nicht wegen eines schrecklichen Unfalls mit einem der nun zehn goldenen Finger oder wegen eines anderen Unglücks, das zu einem Erblinden hätte führen können, sondern weil Anthony mit all seiner Aufmerksamkeit einmal mehr nur irgendwo innerhalb seines Kopfes unterwegs war. Sich hoffnungslos verirrend im Irrgarten der Tagträume. Das war ihm nämlich eine liebe Angewohnheit. Von Geburt an. Und niemand kann seiner Natur fliehen.

Das aber war nicht weiter schlimm. Zum einen, bis zu der neuen Arbeitsstelle waren es noch mindestens 10 Minuten Fahrtzeit (wobei Anthony großes Glück hatte, gab es doch eine direkte Verbindung von ihrem kleinen Häuschen am Rande der Stadt namens Ibalon, wunderlicher es wohl keine zweite im ganzen Universum gibt, bis hin zu dem Krankenhaus, das ihm ein Praktikum zur Verfügung gestellt hatte), und zum anderen, gab es schon bald durch das Fenster, durch das seine Augen scheinbar blickten, auch nichts mehr zu erkennen. Das Fenster verlor nämlich von einer Sekunde auf die andere plötzlich all seine Transparenz und wurde grau. So grau wie die Graue Wache, die plötzlich vor Anthony stand.

„Fühlt sich der junge Herr Roboter nicht wohl?“, war die erste Frage, die ihren Mund verließ. Höflich, nichtsdestotrotz so eisigkalt wie der Frosch, der plötzlich an Anthonys Rücken zu lecken begann. Der dann auch schon die zweite folgte: „Sollen wir den jungen Herren Roboter vielleicht mitnehmen und ihn in unserer Zentralen Verwahrstelle untersuchen lassen? Vielleicht liegt ja sogar ein Schaden vor, der eine endgültige Abschaltung unumgänglich macht?“




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