Anthony Noll's Blog Nummer Elf

Anthony Noll's Blog Nummer Elf

Über den Blog

Hier geht es um alles,
was die Abenteuer des kleinen Zauberers betrifft.
Im Hier und natürlich vor allem: im Drüben!
Eine Seite für seine Freunde und die, die es vielleicht irgendwann werden.

www.Anthony-Noll.de
Anthony's Facebook Seite

Seite des Autors: http://www.francislinz.com/


Ich wurde sexuell missbraucht und habe es nicht gemerkt, aber auch noch anderes von Belang

Neuigkeiten/AllerleiPosted by Francis Linz Wed, October 18, 2017 12:35:48

Ich schon wieder. Aber immerhin mit Neuigkeiten. Die Hälfte ist geschafft, in mehrerer Hinsicht. (Und doch auch nicht.) Das zweite Buch hat nun 40.000 Wörter. Da ich es, wie schon geschrieben, wohl erst einmal bei den verpflichtenden 80.00 halten kann, ist somit die Hälfte erreicht. Weil das zweite Buch ja das zweite von dreien ist, gilt das dann auch auf das gesamte Werk bezogen. Und da ja zum Beginn des Schreibens am letzten Band noch 271.000 Wörter gefehlt haben für die Millionen, ist auch hier der Knackpunkt erreicht. (Das erste Buch hat ja 98.000 Wörter.) Der so gut für meine Psyche ist. Denn auch wenn es für jemanden anderen wie indische Getue wirkt, vielleicht sogar wir kindisches, was es vielleicht auch ist, dieser Zahlenfetischismus, so hilft es mir. Ich würde sonst den Überblick verlieren und wahnsinnig werden. Oder um es mit meinen Kritikern zu sagen, bleiben.

Zum Glück ist es noch nicht so schlimm, dass ich mich dieser Challenge anschließe, die mir neulich durch Zufall in meinen Fb Account gespült wurde. Da geht es darum, diesen Monat, oder auch den nächsten, ich lese mir diese Dinger eigentlich nie genau durch, 50.000 Wörter zu schaffen. Was Leute posten, die danach tatsächlich noch immer als ernsthafte Schriftsteller wahrgenommen werden wollen. Denn ich gebe zwar zu, dass ich diese Marke an kreativen Monaten schon mal reiße, manchmal sogar deutlich, aber eben nur dann. Ich bin doch keine Maschine. Sodass ich abschließend nur sagen kann, auch Thomas Mann hat sich gezwungen, jeden Tag mindestens eine Seite zu schreiben, und das merkt man auch. Weniger ist manchmal doch mehr.

So und nun noch zu zwei anderen Dingen, die in meinem letzten Post missverständlich waren. Wenn jemand kein Geld hat, dann stört es mich nicht, wenn er sich die Geschichte von Anthony irgendwo kostenlos herunterlädt. Wobei meine Definition von Armut aber schon da endet, wenn sich derjenige vielleicht noch jeden Tag ein Päckchen Zigaretten leistet oder auch nur ins Kino geht. Denn wenn dafür Geld da ist, warum nicht für Anthony? Dann kann er auch zahlen, und wenn es nur ein Band ist, oder auch nur jeder dritte.

Und zum anderen, ich jammere nicht, dass die Leute, die Anthony gelesen haben, nicht öffentlich Reklame für ihn machen. Ich klage sie auch nicht an. Ich verstehe es einfach nur nicht. (Nichtsdestotrotz behalte ich natürlich im Kopf, wer für ihn etwas getan hat. Ich bin ein Mensch und das ist zutiefst menschlich. Wobei ich aber selektiv bin, die, die nichts für ihn getan haben, an die erinnere ich mich einfach nicht mehr. Auch nicht an die Verlage, die ihn abgelehnt haben. Da ist aber kein Hass oder Wut in der Richtung, euch wird es allen noch furchtbar leidtun, wenn er dann berühmt ist. ;-) )

Denn es ist ja kein Buch über eine seltsame Krankheit an einer seltsamen Körperöffnung oder auch Ausstülpung, wofür man sich schämen könnte, wenn auch nicht sollte, und man nicht möchte, dass andere davon Kenntnis kriegen, dass man dieses gelesen hat. Denke ich doch, zumindest von denen, die bis zum fünften Band durchgehalten haben, dass sie genauso begeistert sind wie ich. Und ich erzähle nun einmal gerne herum, was mir gefällt. Poste ich ja schon deswegen jeden Tag auf meiner Francis Linz Fb Seite ein Lied, denn wenn nur einer dadurch eine Band entdeckt, oder auch nur ein Lied, das er noch nicht kannte, und dann dafür Geld ausgibt, ist meine Mission erfolgreich. Wir Künstler müssen nämlich zusammenhalten.

Was mich nun auf eine ganz andere Geschichte bringt. Nämlich auf die, dass ich neulich sexuell missbraucht wurde ohne es zu merken. Wobei ich mich jetzt nicht über dieses ernste Thema lustig machen möchte. Nichts liegt mir ferner, was hoffentlich schon durch meine Übersetzung von Franus Graueis Werk „Lasst mich trinken das Licht der Sterne“ bewiesen wurde.

Neulich ging ich im englischen Garten spazieren. Wie ich es so oft mache, besonders wenn ich schreibe. Es hilft mir beim Denken, obwohl ich gar nicht denke, sondern die Lösungen von Fragen wie von allein plötzlich in meinem Kopf erscheinen. Da klopft mir jemand auf die Schulter und fordert mich auf, dass ich die Stöpsel aus meinen Ohren nehmen soll. Was ich auch mache, habe ich doch Musik gehört. Dann spricht er, er bräuchte mich als Unterstützung für sein Kunstprojekt. Womit er mich natürlich sofort am Haken hatte. Denn wie ein paar Zeilen zuvor geschrieben: Wir Künstler müssen zusammenhalten. Ich willige ein. Dann, wobei mir schon der erste Verdacht hätte kommen sollen, dass es hier gar nicht um Kunst geht, breitet er ein fleckiges Küchentuch vor mir aus. Eigentlich weiß, so aber sehr unappetitlich. Und bittet mich, darauf zu steigen, genau in die Mitte. Was ich mache. Dann nimmt er sein Smartphon, das bereits wartend in seiner Hand lag, bückt sich und umkreist mich und filmt meine Schuhe. Wobei er, ohne dass ich ihn aufgefordert hätte, zu erklären beginnt, wobei er sich seltsamerweise immer mehr ereiferte, warum er das macht. Es müsse nämlich sein, damit man ihm glaubt, dass ich auf sein Tuch getreten bin. Dann legt er sogar plötzlich seine rechte Hand auf das Tuch und fordert mich auf, ich solle auf diese steigen. Was den Verdacht, dass hier etwas nicht stimmt dann endlich zur Gewissheit machte. Ich lehnte sofort ab, denn ich steige nicht auf Hände von Menschen, selbst dann nicht, wenn mich die darum bitten. Vielmehr bin ich einfach gegangen und habe das dann so noch gesagt, dass ich so etwas nicht mache, allerdings ohne mich umzudrehen. Worauf er mir nur, geradezu in weinerlich flehendem Ton hinterhergerufen hat : Die Sohlen! Die Sohlen.“ War deren Muster ja noch nicht von seinem Smartphon gefilmt worden.

Nun, auch hier gilt, ich will mich nicht über diesen armen Menschen lustig machen, und auch nicht darüber woher die Flecken auf seinem Tuch wohl stammten, wenngleich es mir zusteht seine Geschichte zu erzählen, hat er mich doch in seiner unglaublichen Egozentrik einfach nur benutzt, ich verstehe es nur einfach nicht. Und das Verstehen der Menschen war mir schon immer eine Plicht. Bei meinen Freunden aus einem Gefühl der Liebe oder auch des Mitgefühls heraus, bei anderen vielleicht nur analytisch. Ich will nicht sein Freund sein, solch schwierige Charaktere meide ich, seitdem ich endlich weiß, dass sie mir nicht guttun, aber verstehen, wieso es dazu gekommen ist, was alles dazu beitrug, das halte ich nicht für verkehrt.

Und wohl auch darum, um all dem, was ich sonst noch so nicht verstehe, einen Gegenpol gegenüber zu stellen, schreibe ich wohl die Geschichte von Anthony.

Wie immer, Grüße auch von ihm und den anderen.




Fill in only if you are not real





The following XHTML tags are allowed: <b>, <br/>, <em>, <i>, <strong>, <u>. CSS styles and Javascript are not permitted.